Ein Miniteich bringt Leben und ein besonderes Flair auf Balkon, Terrasse oder in den Garten. Damit das kleine Wasserparadies gut gedeiht, sind einige grundlegende Punkte bei der Anlage zu beachten.
1. Standortwahl
Der richtige Standort ist entscheidend für das Gleichgewicht im Miniteich. Zu viel Sonne fördert das Algenwachstum und lässt das Wasser schnell verdunsten. Ideal ist ein halbschattiger Platz mit etwa sechs Stunden Sonnenlicht pro Tag.
Der Untergrund sollte eben sein, damit das Wasser gleichmäßig verteilt bleibt. Falls der Boden ein Gefälle aufweist, lässt sich das mit Holzkeilen oder Steinplatten ausgleichen.
2. Materialien und Vorbereitung
Folgende Materialien werden benötigt:
- Behälter für den Miniteich (z. B. Mörtelwanne, Weinfass oder Kunststoffwanne)
- Pflanzkörbe
- Teichsubstrat
- Kies (am besten vorher waschen, um Trübungen zu vermeiden)
- Steine zur Gestaltung verschiedener Tiefenzonen
- Wasserpflanzen
Bevor der Behälter mit Wasser befüllt wird, sollte er gründlich gereinigt werden.
3. Gestaltung und Bepflanzung
Wasserpflanzen sind nicht nur dekorativ, sondern tragen zur Wasserqualität bei. Sie entziehen überschüssige Nährstoffe, reichern das Wasser mit Sauerstoff an und reduzieren das Algenwachstum.
Pflanzzonen im Miniteich
Um den Pflanzen optimale Bedingungen zu bieten, sollten unterschiedliche Tiefenzonen geschaffen werden. Dies kann durch das Unterlegen von Pflaster- oder Ziegelsteinen erfolgen. In der Regel benötigt der Miniteich:
- Eine Sumpfzone (bis 10 cm Wassertiefe)
- Eine tiefere Zone (ab 20 cm Wassertiefe)
Geeignete Pflanzen für die Sumpfzone
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Sumpfdotterblume: Eine der ersten Pflanzen im Jahr, die blüht.
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Sumpf-Vergissmeinnicht: Blüht von Mai bis September und gedeiht auch in flachen Schalen.
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Wasserminze: Wird bis zu 60 cm hoch, wächst kräftig und duftet angenehm. Die violetten Blüten sind essbar.
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Zwergrohrkolben: Eine winterharte, pflegeleichte Pflanze, die bis zu 70 cm hoch wird.
Wasserpflanzen ab 20 cm Wassertiefe
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Zwergseerose: Liebt sonnige Standorte und sorgt für eine natürliche Beschattung der Wasseroberfläche.
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Schwimmpflanzen:
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Wasserlinse: Bedeckt schnell die Oberfläche, zieht Nährstoffe aus dem Wasser und reduziert Algenwachstum. Lässt sich leicht ausdünnen.
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Froschbiss: Winterhart bildet schöne Schwimmblätter und kleine weiße Blüten. Entzieht dem Wasser überschüssige Nährstoffe und trägt zur Wasserreinerhaltung bei.
4. Pflege und Wasserqualität
Miniteiche benötigen regelmäßige Pflege, um ihr Gleichgewicht zu bewahren:
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Wasser nachfüllen: Besonders im Sommer verdunstet viel Wasser, regelmäßiges Nachfüllen ist wichtig.
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Sauerstoffanreicherung: Ein kleines Wasserspiel verbessert die Sauerstoffversorgung für eine angenehme Atmosphäre.
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Pflanzenpflege: Schnell wachsende Pflanzen wie Wasserminze gelegentlich ausdünnen.
5. Fische im Miniteich? Was Sie beachten sollten.
In kleinen Behältern wie Töpfen oder Mörtelwannen sollten ausschließlich kleine Fische gehalten werden. Diese finden Nahrung in Mückenlarven und anderen natürlichen Quellen. Doch ein Motto lautet: Weniger ist mehr. Zu viele Fische bedeuten Nahrungsknappheit und Stress.
- Auch kleine Fischarten benötigen ausreichend Schwimmraum.
- Im Winter würde ein zugefrorener Miniteich für die Fische den sicheren Tod bedeuten. Daher müssen Fische aus oberirdischen Gefäßen rechtzeitig zurück ins Aquarium. In fest installierten Miniteichen können nur einheimische Fischarten überwintern.
Wer ein Aquarium hat, kann in den Sommermonaten warmliebende Fische wie Guppys oder Medakas in den Miniteich setzen. Da sich das Wasser im Sommer stark erwärmt, fühlen sich tropische Fischarten besonders wohl. Im Freiwasser wachsen oft sie kräftiger heran und entwickeln intensivere Farben. Mit Beginn der kälteren Jahreszeit sollten sie jedoch wieder ins Aquarium zurückkehren – dort kommen ihre leuchtenden Farben besonders gut zur Geltung.
6. Tipps für eine klare Wasserqualität
- Steine und Kies vorher abwaschen, damit das Wasser von Anfang an klar bleibt.
- Pflanzkörbe mit Kies abdecken, um ein Ausspülen des Substrats zu verhindern.
- Den Miniteich nicht in die pralle Sonne stellen, um übermäßige Algenbildung und Verdunstung zu vermeiden.
Mit diesen Tipps sollte die Anlage eines Miniteichs gelingen und für ein schönes, natürliches Wasserelement mit geringem Pflegeaufwand sorgen.